Zum traurigen Anlass des Ablebens Ihrer Majestät der Königin folgt eine Zusammenstellung von Äußerungen von Rabbi Sacks, der ihren lebenslangen Dienst für ihr Land ehrte. Die Verwalter des Erbes von Rabbi Sacks wünschten der königlichen Familie ihr Beileid. „Die Königin hat sanfter zu den besseren Engeln unserer Natur gesprochen. Ihr Heldentum war der stille Dienst, die Würde der Hingabe für das Allgemeinwohl, ein Wohl, das viel größer und edler ist als Selbstinteresse.“ – Rabbi Sacks * Die Königin war die Verteidigerin allen Glaubens in Großbritannien (von der Zeitung The Times am 31.5.2012 veröffentlicht): Es war der 27.1.2005, der 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz; Ort: der St James’s Palace, königlicher Palast im Londoner Stadtteil Westminster. Elisabeth II. traf auf in Gruppe von Holocaust-Überlebenden. Als es Zeit zum Gehen war, blieb sie viel länger da. Einer ihrer Assistenten sagte, er könne sich nicht erinnern, dass sie jemals so lange über die vereinbarte Zeit hinaus bei einem Termin geblieben war. Jedem Überlebenden – und es war eine große Gruppe – schenkte sie ohne Hast ihre ganze Aufmerksamkeit. Sie blieb bei jedem stehen und hörte sich dessen ganze eigene Geschichte an. Es war ein solcher Akt der Freundlichkeit, dass mir fast die Tränen kamen. Ein Überlebender nach dem anderen kam wie im Trance zu mir und sagte: „Vor 60 Jahren wusste ich nicht, ob ich morgen noch am Leben sein würde, und heute spreche ich mit der Queen.“ Für diese tief verwundeten Seelen waren diese Gespräche ein segensreicher Abschluss. ** Glaubensgemeinden und die Rede zum diamantenen Jubiläum im britischen Oberhaus im Mai 2012: „Für eine Gesellschaft ist Veränderung nicht leicht, schon gar nicht, wenn die Veränderung so grundlegende Dinge betrifft, wie eine die Identität prägende Religion, Ethnie und Kultur. Noch schwieriger wird es in einer Nation, in der es eine etablierte Kirche gibt, wenn Mitglieder anderer Überzeugungen begrüßt und wertgeschätzt werden sollen, sodass sie sich an einem neuen Ort daheim fühlen. Genau das hat ihre Majestät getan und ich glaube, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir durch die Großherzigkeit, mit der sie es getan hat, ermutigt und gesegnet sind.“ (INN, VFI News)